Pressetext "Apokalypse 2012"

A U S F Ü H R L I C H E R   P R E S S E T E X T   " A P O K A L Y P S E   2 0 1 2 " 

Am 21. Dezember 2012, dem Tag der Wintersonnenwende, endet nach einem Kalender, den das Volk der Maya vor mehr als 1500 Jahren erstellt hat, ein Zeitalter, das im vierten vorchristlichen Jahrtausend seinen Anfang nahm. Offenbar waren die Maya der Überzeugung, dass die Welt am Ende eines jeden Zeitalters untergehe, um anschließend „neu“ geschaffen zu werden. Ein Bild des kommenden Endes haben sie nicht gezeichnet – aber dass etwas Fürchterliches geschehen wird, lässt sich aus dem erschließen, was Mythen über die Schicksale früherer Zeitalter berichten, die durch Sintfluten, Erbeben, gewaltige Feuerbrünste und weitere Naturkatastrophen ausgelöscht wurden.

Von Nostradamus über die Zeugen Jehovas bis hin zur „Fiat Lux“-Sekte haben „Seher“ des Weltendes „magische“ Daten beschworen, um noch der absurdesten Untergangsprophezeiung eine Art übersinnlicher Legitimation zu verleihen. Eingetroffen ist bislang keine dieser Vorhersagen – und es gibt auf den ersten Blick wenig Grund, dieses angeblich von den Maya geweissagte Endzeitdatum anders zu bewerten als beispielsweise den letzten Jahrtausendwechsel oder, kurz zuvor, den 11. August 1999, den Tag der Sonnenfinsternis über Europa. Was soll schon geschehen?

Was die „Prophezeiungen“ der Maya - im Gegensatz zu anderen Weltuntergangsszenarien - so faszinierend und erschreckend gleichermaßen erscheinen lässt, ist die Exaktheit und wissenschaftliche Fundiertheit ihres Kalenders, der diesen Tag als Endpunkt eines Zyklus festlegt. Auf dem Gebiet der Astronomie war diese Kultur erstaunlich weit fortgeschritten. So berechneten die Maya z.B. exakt die Umlaufzeit des Mondes um die Erde und erstellten präzise Tabellen für Sonnen- und Mondfinsternisse, die durch neueste, auf Computertechnologie basierende Untersuchungen bestätigt werden. Ebenso bestimmten sie die genaue Länge eines Sonnenjahres schon vor dem Gregorianischen Kalender, der in Europa im 16. Jahrhundert eingeführt wurde. Und wie es aussieht, basiert ihre Verkündung des „Endes aller Zeiten“ auf korrekten Berechnungen einer Konstellation der Planeten zur Sonne und dem Zentrum der Milchstraße an besagtem 21. Dezember 2012, die nur einmal in Jahrtausenden eintritt. All diese Phänomene sind angesichts der sonstigen „Rückständigkeit“ der Maya-Kultur nur schwer zu erklären und haben zu wilden Spekulationen über ein zu erwartendes apokalyptisches Geschehen im Jahr 2012 geführt.

In den letzten Jahrzehnten wiederum haben viele westliche Mystiker und Esoteriker den Maya-Kalender für sich und ihre Heilslehren entdeckt und vereinnahmt. Im Gegensatz zu den Endzeitpropheten verkünden diese Visionäre den Übergang der Menschheit in eine neue Phase des Bewusstseins oder gar den Aufstieg in eine neue Dimension des Seins. Meist wird in diesem Zusammenhang das vermeintliche Naturverständnis der Maya und anderer Urvölker als allein seligmachendes Heilsmittel gegen den Fortschrittswahn der westlich-abendländischen Zivilisation beschworen; die anscheinende Zunahme von Naturkatastrophen in den zurückliegenden Jahren sowie aktuelle Diskussionen über Umweltprobleme – von der Globalen Erwärmung bis hin zur Eisschmelze an den Polen – verhelfen selbst Predigern, deren Lehren an Naivität kaum zu überbieten sind, noch zu Gehör. Mit der Kultur und Mythologie der „klassischen“ wie der heutigen Maya haben diese „Theorien“ allenfalls noch am Rande zu tun – zum Beispiel durch den kulturellen Diebstahl von Begriffen des Maya-Kalenders; das Jahr „2012“ ist vielmehr längst zum Synonym einer sogenannten „geistigen“ Bewegung geworden, die sich aus den unterschiedlichsten Quellen speist.

Die Autoren von „Apokalypse 2012“ setzen sich kritisch mit den zahlreichen Theorien auseinander, die sich um den Maya-Kalender und den „magischen“ Tag der Wintersonnenwende 2012 ranken. Das Resümee des Buches dürfte für alle, die das Ende der Welt kommen sehen, ebenso ernüchternd sein wie für jene, die an den „Aufstieg“ in ein „Goldenes Zeitalter“ des Friedens und der Liebe glauben: Am 21. Dezember 2012 endet nach der „Langen Zählung“ der Maya ein Zeitalter – und am Tag darauf beginnt eine neue Langzeitperiode. Den Untergang haben die Kalenderpriester der Maya nirgendwo geweissagt – und noch viel weniger haben sie je auch nur ein Wort über einen bevorstehenden Bewusstseinswandel der Menschheit von sich gegeben!

Das Buch wird abgerundet durch ein Interview mit dem Hollywood-Regisseur Roland Emmerich, dessen Film „2012“ im November 2009 in die Kinos kommt. Emmerich nutzt den Maya-Kalender als Folie zu einem spektakulären Doomsday-Film, der vor allem eines beabsichtigt: Er will eine spannende Geschichte erzählen!


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